Sind „grüne“ Gadgets an ineffizienten Gebäuden wirklich die Lösung? Prof. Thomas Auer sagt klar: Nein! In dieser wegweisenden Keynote erfahrt ihr, warum wir ein radikales Umdenken in der Architektur und Gebäudetechnik (TGA) brauchen, um das Ziel „CO₂ TO ZERO“ zu erreichen.
In diesem Vortrag demontiert Prof. Auer den Trend „Efficiency driven by Gadgets“ (wie einen Hummer-Geländewagen mit Solarpanelen) und zeigt auf, warum wir stattdessen robuste, fehlerverzeihende „Low-Tech“-Gebäude brauchen – clever kombiniert mit smarter, datengestützter Betriebsoptimierung.
Die Highlights des Vortrags im Überblick:
Das „Hummer“-Problem: Warum das bloße Hinzufügen komplexer Technik auf ineffiziente Grundsysteme keine echte Nachhaltigkeit erzeugt.
Best Practice „Manitoba Hydro Place“ (Winnipeg): Ein Paradebeispiel für klimagerechtes Design bei extremen -35 °C. Das Ergebnis: Punktgenauer Energieverbrauch (88 kWh/m²a), 50 % weniger Beschwerden und 1,25 weniger Krankheitstage pro Mitarbeiter!
Die Falle des „Performance Gaps“: Warum reale Gebäude oft bis zu 150 % mehr Energie verbrauchen als simuliert – und welche Rolle komplexe Regelsysteme dabei spielen.
Low-Tech vs. Parametrisches Entwerfen: „Einfach Bauen“! Warum monolithische, thermisch träge Wandaufbauten fehleranfälligen Hightech-Fassaden oft überlegen sind.
Betriebsoptimierung durch Big Data & IoT: Wie wir mit Fault Detection and Diagnostics (FDD) versteckte Energiefresser (z.B. durchlaufende Lüftungen am Wochenende) aufspüren.
Die Zukunft der Nutzerinteraktion: Wie wir demnächst per Smartphone-Lokalisierung dezentral Heizung, Licht und Verschattung steuern.
Fazit: Die Zukunft gehört einer Synthese aus passiv-robuster „Low-Tech“-Architektur und smarter, datengestützter Betriebsoptimierung. Nur wer die Nutzer-Gebäude-Interaktion versteht, baut wirklich nachhaltig!
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